Public Health, Versorgungsforschung und HTA

Veranstaltungen

 

Jahrestagung des D|A|CH - Netzwerks für Gesundheitsförderung 2022

Gesundheitsförderung in der post-pandemischen Phase
16.-18. September in Hall in Tirol, Österreich

 

CALL FOR PAPERS

Gesundheitsförderung basiert auf einer salutogenen Orientierung. Sie fokussiert damit auf die Ursprünge von Gesundheit und Ressourcen für Gesundheit, nicht Risikofaktoren und Krankheitsauslöser (Mittelmark and Bauer, 2022). Ziel ist, die Gesundheitspotenziale der gesamten Bevölkerung eines bestimmten räumlichen oder organisatorischen Bereiches (Settings) positiv zu beeinflussen. Dies erfolgt über die Bewahrung, Stärkung und Erweiterung der gesundheitsrelevanten Lebensbedingungen und Lebensweisen (Laaser and Hurrelmann, 2003). Betroffene sollen zu Beteiligten gemacht werden. Zentral sind die Befähigung der Einzelnen (Empowerment), wofür sowohl Verhaltens- als auch Verhältnisaspekte berücksichtigt werden, die Vernetzung der relevanten AkteurInnen sowie Verantwortungsübernahme im Bereich politischer Ziel- und Gestaltungsprozesse (WHO, 1986). Die Mitgestaltung von Politikbereichen (Advocacy) ist umfassend zu sehen und orientiert sich an den Gesundheitsdeterminanten (Dahlgren and Whitehead, 1991). Damit soll sichergestellt werden, dass auch denjenigen eine Stimme verliehen wird, die aus verschiedensten Gründen (noch) nicht selbst für die Verbesserung ihrer Gesundheitsbedingungen eintreten können.

In der Pandemie kaum berücksichtigt aber spätestens für ein „building back better“ (Dooris and Baybutt, 2021) zwingend erforderlich benötigt die Gesundheitsförderung nicht nur theoretische und praktische Konzepte dafür, sondern auch Advocacy für die Integration in nationale und internationale Krisenpläne und ein deutliches Aufzeigen ihrer Potenziale.

Themen des Kongresses sind daher insbesondere:
  • Was heißt Gesundheitsförderung, was kann sie heißen, was soll sie post-pandemisch heißen?
  • Bereiche der Gesundheitsförderung in der post-pandemischen Phase (physische, psychische, soziale Gesundheitsförderung)
  • Gesundheitsförderung und Klimawandel
  • Politik und Gesundheitsförderung
  • Gesundheitsförderung und Bevölkerungsgruppen
  • Gesundheitsförderung und (die Spaltung der) soziale(n) Milieus
  • Gesundheitsförderung im Lebensverlauf
  • Gesundheitsförderung in Settings
  • Gesundheitsförderung und Gesundheitsberufe
  • Gesundheitsförderung und Medien

Zu diesen Themen finden Keynotes, Panels, Symposia und Posterpräsentationen statt, die sowohl wissenschaftlichen als auch Best-Practice Hintergrund haben können. Insbesondere Nachwuchswissenschaftler:innen und Praktiker:innen sind aufgerufen ihre Beiträge einzureichen. Zusätzlich dazu wird im Rahmen der Tagung gemeinsam bearbeitet, welche (Weiter-)Entwicklungen der Gesundheitsförderung im DACH Raum erforderlich sind.

Wissenschaftliche Einreichung:

Mündliche Präsentation oder Poster: Reichen Sie ein strukturiertes Abstract mit ca. 300-500 Wörtern ein.

Workshops oder Symposia: Beschreiben Sie das Symposium/den Workshop (ca. 500-1000 Wörter) und die (etwa vier) Einzelbeiträge dieses Workshops/Symposium mit jeweils 300-500 Wörtern. Die Einreichungen können in deutscher oder englischer Sprache erfolgen.

Praxisbeispiele:

Mündliche Präsentation oder Poster: Reichen Sie Ihre Beschreibung (nicht mehr als 1000 Wörter) insbesondere mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen ein, gerne mit einem Link auf eine Projektseite um genauere Informationen nachzuschlagen.

Einreichungen für den Kongress bitte an: imoeg@umit-tirol.at

Einreichtermin ist der 20. Juli 2022, das Programmkomitee entscheidet bis zum 27. Juli über die Annahme oder Ablehnung.

Anmeldung: Frühbucherbonus bis 2. August 2022

Hier finden Sie die Anmeldung

 

Literatur:

DAHLGREN, G. & WHITEHEAD, M. 1991. Policies and strategies to promote social equity in health. Background document to WHO - Strategy paper for Europe.

DOORIS, M. & BAYBUTT, M. 2021. The centrality of the settings approach in building back better and fairer. International Journal of Health Promotion and Education, 59, 195-197.

LAASER, U. & HURRELMANN, K. 2003. Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention. In: HURRELMANN, K. & LAASER, U. (eds.) Handbuch Gesundheitswissenschaften. Weinheim: Juventa.

MITTELMARK, M. B. & BAUER, G. F. 2022. Salutogenesis as a Theory, as an Orientation and as the Sense of Coherence. In: MITTELMARK, M. B., BAUER, G. F., VAANDRAGER, L., PELIKAN, J. M., SAGY, S., ERIKSSON, M., LINDSTRÖM, B. & MEIER MAGISTRETTI, C. (eds.) The Handbook of Salutogenesis. Cham: Springer International Publishing.

WHO 1986. Ottawa Charter for Health Promotion. First International Conference on Health Promotion, Ottawa, Canada: WHO Divison of Health Promotion, Education and Communication.