Christa Them Preisverleihung 2024

Verleihung des Christa Them Preises am Tag der Pflege (24.05.2024)

Herausragende Bachelor-Arbeiten aus dem Bereich der Pflegewissenschaft wurden ausgezeichnet

Am Tag der Pflege wurden erneut drei herausragende Bachelor-Arbeiten aus dem Bereich der Pflegewissenschaft mit dem Christa Them Preis, der von den Tirol Kliniken, der Fachhochschule Gesundheit und der Privatuniversität UMIT TIROL ins Leben gerufen wurde, ausgezeichnet. Heuer gab es insgesamt 28 Einreichungen, so viele wie nie zuvor.

Von einer 15-köpfigen Jury unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Gerhard Müller, Vorstand des Instituts für Pflegewissenschaft und Leiter des Departments für Pflegewissenschaft und Gerontologie an der Tiroler Privatuniversität UMIT TIROL wurden 3 Studierende prämiert.

1. Platz: Petra Eisner, BSc

Abschlussarbeit "Sprachbarrieren in der Palliativpflege"
Betreuerin: Univ.-Ass. Janine Figallo, BScN MScN, UMIT TIROL-Koordinatorin FH-Standort Schwaz.

2. Platz: Thomas Meyer, BScN

Abschlussarbeit: "Uns wird’s niemals zu bunt! LGBTIQA+ -Kompetenzen in der Ausbildung zu Pflegefachpersonen entwickeln – Scoping Review".
Betreuer: Univ.-Ass. Dr. Jan Daniel Kellerer, BScN MScN, UMIT TIROL

3. Platz: Sarah Schuler, BSc

Abschlussarbeit: "Gewalt in der Pflege – kein seltener Begleiter" 
Betreuerin: Univ.-Ass. Janine Figallo, BScN MScN, UMIT TIROL-Koordinatorin FH-Standort Schwaz.

Die Namensgeberin des Preises, Univ.-Prof. Dr. Christa Them, war von 2008 bis 2019 Vorständin des Instituts für Pflegewissenschaft und Leiterin des Departments für Pflegewissenschaft und Gerontologie an der Tiroler Privatuniversität UMIT TIROL sowie zuvor jahrelang Fachbereichsdirektorin der Pflege am AZW - Ausbildungszentrum West für Gesundheitsberufe. Mit ihrer Arbeit war sie eine der Vorreiterinnen der Pflegewissenschaft in Österreich, wofür sie unter anderem mit dem großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich geehrt wurde. Der Preis wird jährlich an Studierende verliehen, die sich - so wie Univ.-Prof. Dr. Christa Them - durch ihre fachübergreifende und patientenzentrierte Arbeitsweise auszeichnen.

Der Leiter der Jury Univ.-Prof. Dr. Gerhard Müller freute sich bei der Preisvergabe über zahlreiche inhaltlich hochwertige Einreichungen. „Mit dem Christa Them Preis wollen wir einerseits die Arbeit von Christa Them als Pionierin der Akademisierung der Pflege würdigen, andererseits den akademisch ausgebildeten Nachwuchs fördern und die Forschungsarbeit im Pflegebereich sichtbarer machen. Ich freue mich schon heute auf die Prämierungen im kommenden Jahr.“

An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an die Marianne und Margreth Association, die diese Preisverleihung erst ermöglicht hat. Marianne Stöger und Margreth Pissarek lernten sich im Jahr 1950 als ehrenamtliche Mitarbeiterinnen im Krankenhaus von Margareths Vater kennen und absolvierten gemeinsam die Krankenschwesternschule in Innsbruck, welche sie 1955 abschlossen. Nach ihrem Eintritt in das Säkularinstitut der römisch-katholischen Kirche Ancillae Christi Regis arbeiteten die beiden Krankenschwestern in Innsbruck und Wien. Marianne und Margreth kamen in den 1960er Jahren als Krankenschwestern nach Sorok-do, eine Lepra-Insel in Korea. Um die zuvor schlechte medizinische Qualität zu verbessern und professionelle medizinische Leistungen zu ermöglichen, wurden durch deren Hilfe Einrichtungen wie die Tuberkulosestation, die psychiatrische Abteilung und eine Neonatologie geschaffen. Nach 43 Jahren in Sorok-do, im Jahr 2005, verließen Marianne und Margreth Korea und kamen nach Österreich zurück. Viele Menschen in Korea erinnerten sich an die Liebe von Marianne und Margreth und gründeten schließlich eine Vereinigung als Gegenleistung für die Liebe von Marianne und Margreth.

Bild 1: Die Namensgeberin des Preises Christa Them (2.v.l.) freute sich mit Petra Eisner (Bildmitte), Thomas Meyer (1. v.r.), Sarah Schuler (1.v.l.) sowie Janine Figallo (2.v.r.) - Foto: fh Gesundheit

 

 

Bild 2: Marianne Stöger (links) und Margreth Pissarek (rechts) nach ihrem Abschluss als Krankenschwester in Innsbruck. (Bildquelle: http://sorokdo.co.kr/sub/sub02_03.php)