Psychologie und Sportmedizin

Lebensqualität, kognitive Leistungen, Emotionsregulation und psychophysiologische Prozesse beim Fibromyalgie-Syndrom

Kooperationspartner: Universität Jaén, Spanien (G.A. Reyes del Paso, C.I. Montoro Aguilar, C.M. Galvez Sánchez)

Förderung: u.a. Ministerium für Forschung und Innovation, Spanien

 

Das Fibromyalgie-Syndrom ist durch chronische Schmerzen in den meisten Körperregionen und Begleitsymptome wie depressive Verstimmungen, Angst, Erschöpfung, Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme gekennzeichnet. Unter der Erkrankung leiden 2-4% der Allgemeinbevölkerung mit deutlichem Überwiegen von Frauen. Sie führt zu massiven Beeinträchtigungen von Wohlbefinden und Lebensqualität sowie erheblichen psychosozialen und gesundheitsökonomischen Belastungen. Im Hinblick auf die Pathogenese des FibromyalgieSyndroms werden neben einer übersteigerten Erregbarkeit des zentralnervösen Schmerzsystems Fehlregulationen des autonomen Nervensystems sowie psychologische Faktoren (u.a. Störungen der Emotionsregulation, dysfunktionale kognitive Schemata) diskutiert. Das vorliegende Projekt untersucht in einem umfassenden Forschungsansatz gesundheitsbezogene Lebensqualität, kognitive Leistungen, Emotionsregulation und psychophysiologische Prozesse (zentralnervöse Schmerzverarbeitung, autonome Kontrolle) bei Menschen mit Fibromyalgie-Syndrom. Forschungsmethoden beinhalten u.a. Fragebogenverfahren, kognitive Leistungstests, psychophysiologische Registriertechniken (z.B. transkranielle Dopplersonographie, Elektrokardiographie, Impedanzkardiographie) und computergestützte Algesimetrie. In das Projekt sind Studierende, Doktorand*innen und Postdoc-Mitarbeiter*innen der UMIT TIROL und Universität Jaén eingebunden. Die Kooperation und die regelmäßige Mobilität der Projektpartner*innen wird durch ein ERASMUS+ Abkommen zwischen beiden Universitäten gefördert.