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UMIT TIROL-Nachwuchswissenschaftler wurde für Forschung zu gesundheitlichen Folgen von Hitze ausgezeichnet

Hall in Tirol, 30. September 2026 – Lennart Koch, Nachwuchswissenschaftler am Institut für Public Health, Medical Decision Making und Health Technology Assessment der UMIT TIROL, wurde bei der Jahrestagung 2026 der Österreichischen Gesellschaft für Public Health (ÖGPH) mit dem 2. Platz des Nachwuchspreises ausgezeichnet. Prämiert wurde ein systematisches Literaturreview zum Zusammenhang zwischen Hitze und Krankenhausaufenthalten aufgrund von Herz-Kreislauf-, Atemwegs- und zerebrovaskulären Erkrankungen.

Die ausgezeichnete Arbeit (“A Systematic Review on the Association between Heat Exposure and Hospitalizations with Cardiovascular, Respiratory and Cerebrovascular Diseases in Warm Temperate Climates Representative for Austria”) entstand im Rahmen von Kochs Dissertation und des EU-geförderten CATALYSE-Projekts (Climate Action to Advance Healthy Societies in Europe). Das Projekt wird an der UMIT TIROL unter der Betreuung von Assoz.-Prof. Gaby Sroczynski vom Institut für Public Health, Medical Decision Making und Health Technology Assessment (IPH) durchgeführt. An der Arbeit waren zudem das Kompetenzzentrum Klima und Gesundheit der Gesundheit Österreich GmbH sowie die internationalen CATALYSE-Partner ISGlobal (Spanien) und ASL ROMA 1 (Italien) beteiligt.

Untersucht wurde die bestehende wissenschaftliche Evidenz für warm-gemäßigte Klimazonen, die für Österreich relevant sind. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, gesundheitliche Folgen von Hitze besser zu verstehen und eine Grundlage für die Untersuchung geeigneter Maßnahmen in Österreich zu schaffen. Das Ergebnis der Arbeit zeigt, dass mit zunehmender Hitze nicht nur die Zahl der Todesfälle steigt, sondern wahrscheinlich auch die Zahl akuter Krankenhauseinweisungen aufgrund von Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen. Kinder und ältere Menschen scheinen auch bei diesen Krankenhauseinweisungen besonders gefährdet zu sein.

„Diese Auszeichnung freut mich sehr. Wie bei fast allen wissenschaftlichen Arbeiten, besonders aber bei systematischen Übersichtsarbeiten, ist sie vor allem eine Auszeichnung des gesamten Teams, das in jedem Schritt unterstützt und mitgearbeitet hat“, sagt Lennart Koch. Gleichzeitig mache die Auszeichnung deutlich, wie wichtig es sei, sich weiterhin mit den gesundheitlichen Folgen des Klimawandels auseinanderzusetzen.

Assoz.-Prof. Gaby Sroczynski sieht in der Auszeichnung eine Anerkennung der Forschungsleistung und zugleich ein Signal für die Bedeutung evidenzbasierter Entscheidungswissenschaften im Bereich Klima und Gesundheit. Der Leiter des IPH der Privatuniversität UMIT TIROL Univ.-Prof. Uwe Siebert betont die Bedeutung des neu etablierten Forschungsschwerpunkts „Climate Change and Health“: „Besonders freut mich, dass wir damit dem wissenschaftlichen Nachwuchs hervorragende Möglichkeiten bieten, in großen europäischen Forschungskonsortien mitzuwirken und eigene Ideen voranzutreiben.“

Die Auszeichnung unterstreicht die wachsende Bedeutung des Forschungsfelds „Gesundheit und Klimawandel“ an der UMIT TIROL und spiegelt die nationale Anerkennung dieser Entwicklung wider.

Infos zu CATALYSE: https://catalysehorizon.eu/

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