Nachwuchswissenschaftler der UMIT TIROL erhält renommierten „Lee B. Lusted Award“ der Society for Medical Decision Making
Hall in Tirol, 20. August 2026 – Internationale Anerkennung für die Privatuniversität UMIT TIROL: Igor Kuchin, MD, Msc, Doktorand am Institut für Public Health, Medical Decision Making und Health Technology Assessment (Leitung: Univ.-Prof. Uwe Siebert), wurde bei der Jahrestagung 2026 der Society for Medical Decision Making (SMDM) in Oslo mit dem renommierten „Lee B. Lusted Award“ ausgezeichnet. Prämiert wurde seine wissenschaftliche Präsentation in der Kategorie Patientenpräferenzen und Stakeholder-Engagement. Die Auszeichnung würdigt einen wesentlichen Beitrag zur Forschung über die seltene neurodegenerative Erkrankung Multiple Systematrophie (MSA).
Die ausgezeichnete Arbeit „Structured Expert Elicitation: Defining What a Disease Modifying Treatment Would Be in Multiple System Atrophy“ entstand im Rahmen des vom Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) geförderten Projekts MeDeMSA – Medical Decision Making in Multiple System Atrophy. Das Dissertationsprojekt wurde an der UMIT TIROL unter der Betreuung von Assoz.-Prof.in Beate Jahn durchgeführt und entstand in enger Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Innsbruck unter der Leitung von Assoz.-Prof.in OÄ Dr.in Alessandra Fanciulli, Konsortialleiterin der MeDeMSA-Studie.
Im Mittelpunkt der ausgezeichneten Forschung steht die Frage, wie ein krankheitsmodifizierender Therapieerfolg bei MSA definiert werden kann. Dafür wurden im Rahmen einer strukturierten Expertenbefragung Fachleute aus 33 Ländern eingebunden – ein außergewöhnlicher Erfolg für die Forschung zu einer seltenen Erkrankung.
„Diese Auszeichnung bedeutet mir persönlich sehr viel. Noch wichtiger ist jedoch, dass sie die Dringlichkeit unterstreicht, die Forschung zur Multiplen Systematrophie voranzutreiben. Für MSA gibt es bislang keine krankheitsmodifizierenden Therapien. Die Anerkennung bestätigt, dass unsere Forschungsfragen und Methoden international relevant sind“, sagt Preisträger Igor Kuchin.
„Die Auszeichnung zeigt eindrucksvoll, dass Spitzenforschung aus Tirol internationale Sichtbarkeit erreicht. Sie bestätigt den hohen wissenschaftlichen Stellenwert unserer Arbeiten im Bereich Health Technology Assessment und Medical Decision Making und ihren Beitrag zu einer evidenzbasierten Gesundheitsversorgung“, betont Assoz.-Prof.in Beate Jahn.
Für Assoz.-Prof.in OÄ Dr.in Alessandra Fanciulli ist der Preis zugleich auch eine Bestätigung der internationalen Zusammenarbeit: „Die Einbindung von Expertinnen und Experten aus 33 Ländern stellt einen Meilenstein für die MSA-Forschung dar. Die gewonnenen Erkenntnisse werden dazu beitragen, die Evidenzbasis für zukünftige Therapien zu stärken und die Versorgung von Patientinnen und Patienten weltweit weiterzuentwickeln.“
Mit der Auszeichnung wird nicht nur die wissenschaftliche Leistung von Igor Kuchin gewürdigt. Sie unterstreicht zugleich die internationale Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen der Privatuniversität UMIT TIROL und der Medizinischen Universität Innsbruck und stärkt Tirols Position als führender Forschungsstandort im Bereich der Multiplen Systematrophie sowie der evidenzbasierten Entscheidungswissenschaften im Gesundheitswesen.
Projektinformation:
MeDeMSA – Medical Decision Making in Multiple System Atrophy ist ein vom Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) gefördertes Forschungsprojekt der Privatuniversität UMIT TIROL und der Medizinischen Universität Innsbruck. Ziel ist es, wissenschaftliche Grundlagen für die Entwicklung und Bewertung zukünftiger Therapien der Multiplen Systematrophie zu schaffen und damit die evidenzbasierte Versorgung von Patientinnen und Patienten nachhaltig zu verbessern.
Infos zu MeDeMSA: https://www.fwf.ac.at/forschungsradar/10.55776/FG27
(v.l.) Assoz.-Prof.in Dr.in Beate Jahn vom Institut für Public Health, Medical Decision Making und HTA der UMIT TIROL freute sich mit ihrem Doktoranden Igor Kuchin, MD, Msc über die Auszeichnung mit dem renommierten „Lee B. Lusted Award“ (Foto: Kuchin).
