Zentrum für Lernen und Lernstörungen

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Privatuniversität UMIT TIROL bildet Fachkräfte aus und hilft betroffenen Kindern und Jugendlichen

Viele Kinder und Jugendliche benötigen Unterstützung im Umgang mit Lernstörungen wie Legasthenie (Lese- und Rechtschreibschwäche) oder Dyskalkulie (Rechenschwäche). Trotz eines deutlichen Ausbaus der Therapieangebote kann das Zentrum für Lernen und Lernstörungen der Tiroler Privatuniversität UMIT TIROL die hohe Nachfrage kaum bewältigen. Derzeit warten rund 60 Kinder auf einen Therapieplatz.

Das Zentrum, das am Institut für Psychologie der UMIT TIROL angesiedelt ist, verbindet Forschung, Lehre und therapeutische Praxis. Ziel ist es, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Lernstörungen sowie weiteren schulbezogenen Problematiken einfließen zu lassen.

„Seit seiner Gründung im Jahr 2010 hat sich das Zentrum zu einem einzigartigen Kompetenzzentrum für Lernstörungen und schulbezogene Problematiken entwickelt. Hier werden Beratung, Diagnostik und Therapie sowie Forschung und die Ausbildung künftiger Fachkräfte erfolgreich miteinander verknüpft“, sagt die Rektorin der UMIT TIROL, Priv.-Doz.in Dr.in Margit Raich.

Aktuell stehen am Standort Hall rund 60 Therapieplätze für Kinder und Jugendliche mit Lese-, Rechtschreib- oder Rechenschwäche sowie einhergehenden schulbezogenen Problematiken zur Verfügung. Zusätzlich nehmen jährlich etwa 15 Kinder und Jugendliche an Gruppentrainings zur Förderung der Aufmerksamkeit und Organisation teil. Rund 40 diagnostische Abklärungen werden jedes Jahr für die Fragestellungen Lese-, Rechtschreib- und/oder Rechenstörung durchgeführt. Ergänzend dazu bietet das Zentrum Beratungs- und Informationsgespräche für Betroffene, Erziehungsberechtigte und Fachpersonal an.

Dennoch reicht das Angebot nicht aus. „Obwohl wir die Zahl der Therapieplätze in den vergangenen Jahren von ca. 30 auf 60 verdoppelt und am Standort Lienz weitere 26 Plätze geschaffen haben, können wir den Bedarf an Förderungen nicht decken. Die Warteliste wird nicht kürzer“, berichtet die Leiterin des Zentrums für Lernen und Lernstörungen, Univ.-Ass.in Christina Kraut, MSc.

Spezifische Lernstörungen wie Legasthenie und Dyskalkulie gehören zu den häufigsten Ursachen anhaltender Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben und Rechnen. Nach internationalen Prävalenzstudien sind etwa fünf bis acht Prozent der Kinder von einer Lese-Rechtschreibstörung und drei bis sieben Prozent von einer Rechenstörung betroffen. „Statistisch gesehen sitzt in jeder Schulklasse mindestens ein Kind, das trotz guter kognitiver Voraussetzungen erhebliche Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben oder Rechnen hat. Diese Teilleistungsstörungen sind nicht auf mangelnde Intelligenz oder unzureichenden Unterricht zurückzuführen. Ohne gezielte pädagogische Unterstützung können sich die Auswirkungen auf Bildungswege und Lebensqualität langfristig bemerkbar machen“, warnt Kraut.

Seit seiner Gründung hat das Zentrum rund 600 Kinder und Jugendliche dabei unterstützt, ihre Kompetenzen im Lesen, Schreiben und Rechnen nachhaltig zu verbessern. Das Team in Hall besteht aus vier Mitarbeiterinnen, zwei studentischen Hilfskräften sowie 17 Psychologiestudierenden aus Bachelor- und Masterstudium, die im Rahmen ihrer Ausbildung praktische Erfahrungen sammeln.

Neben der Betreuung betroffener Kinder und Jugendlicher spielt auch die Ausbildung künftiger Fachkräfte eine zentrale Rolle. Studierende des Psychologiestudiums mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendpsychologie erhalten praxisnahe Einblicke in Diagnostik, Therapie und Beratung. Darüber hinaus fließen aktuelle Forschungsergebnisse und praktischer Erfahrungsschatz unmittelbar in die Lehre ein.

Zusätzlich bildet die Privatuniversität UMIT TIROL in ihren Universitätslehrgängen für Legasthenie und Dyskalkulie dringend benötigte Therapeutinnen und Therapeuten aus. Diese Lehrgänge sind vom Deutschen Bundesverband für Legasthenie und Dyskalkulie e. V. zertifiziert.

Kontakt
Zentrum für Lernen und Lernstörungen der UMIT TIROL, Hall in Tirol
Zollstraße 12a
A-6060 Hall in Tirol
www.umit-tirol.at/lernzentrum
E-Mail: lernzentrum@umit-tirol.at
Tel: 0664/8372145

Am Lernzentrum der Privatuniversität UMIT TIROL werden Beratung, Diagnostik und Therapie sowie Forschung und die Ausbildung künftiger Fachkräfte erfolgreich miteinander verknüpft. Aktuell unterstützt das Team des Zentrums 60 Kinder und Jugendliche dabei, ihre Kompetenzen im Lesen, Schreiben und Rechnen nachhaltig zu verbessern. Im Bild UMIT TIROL Rektorin Priv. Doz.in Dr.in Margit Raich (Bildmitte) mit dem Team des Lernzentrums (v.l.) Aléna Ziegelmeyer, MSc., Zentrumsleiterin Univ.-Ass.in Chrstina Kraut, MSc. mit Therapiehund Rachel, Sarah Mair und Olivia Lackner, MSc. (Foto: UMIT TIROL/Kern)

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