Forschungsprojekt "Reden wir drüber"

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Forschungsteam des Projektes „Reden wir drüber“ traf sich an der UMIT TIROL

Ende Juni trafen sich die Projektpartnerinnen des partizipativen Forschungsprojekts „Reden wir drüber – zeitgerechte Kommunikation über Palliative Care in der Onkologie“ zu einem Meeting an der Tiroler Privatuniversität UMIT TIROL. Ziel des Treffens der Projektmitglieder von der Privatuniversität UMIT TIROL, der Medizinischen Universität Wien und dem Verein „Open Science - Lebenswissenschaften im Dialog“ war die gemeinsame Reflexion der bisherigen Projektarbeit sowie die Planung der nächsten Arbeitspakete.

Das von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft geförderte Projekt widmet sich der Frage, wie Gespräche über Palliative Care im onkologischen Kontext früher und bedarfsgerechter initiiert werden können. Gemeinsam mit Partner*innen aus der Praxis setzt sich das Projektteam dafür ein, die Kommunikation über Palliative Care zu einem integrierten Bestandteil onkologischer Behandlung zu machen – mit dem Ziel, die Lebensqualität schwerkranker Menschen am Lebensende zu verbessern.

Dazu werden Kommunikationsbedarfe und -barrieren aus der Perspektive von Patient*innen, Angehörigen und Gesundheitsprofessionen erhoben und gemeinsam neue Formate zur Unterstützung dieser Gespräche entwickelt. Die Tiroler Privatuniversität UMIT TIROL ist mit einem Team des Institutes für Pflegewissenschaft der UMIT TIROL unter der Leitung von Ass.-Prof. Dr. Christiane Kreyer maßgeblich an der Umsetzung und wissenschaftlichen Begleitung beteiligt.

Das Projekttreffen in Hall in Tirol stand im Zeichen der Zusammenführung und gemeinsamen Auswertung der bislang an den Universitätskrankenhäusern in Wien und Innsbruck erhobenen Daten. Inzwischen sind rund 30 Fachpersonen aus Onkologie und Palliative Care am Projekt beteiligt. Seit dem vergangenen Jahr fanden sieben Workshops sowie zahlreiche Interviews mit Ärzt*innen, Pflegepersonen, Psycholog*innen, administrativen Mitarbeitenden sowie mit Patient*innen und Angehörigen statt. Zudem dokumentierten mehrere Fachpersonen ihren Berufsalltag und reflektierten Kommunikationssituationen. Dadurch konnten wertvolle Einblicke in die Herausforderungen einer frühzeitigen Kommunikation über Palliative Care gewonnen werden. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass die Barrieren an beiden Kliniken sehr ähnlich sind. Persönliche, organisatorische und strukturelle Faktoren erschweren eine frühzeitige und offene Kommunikation mit Patient*innen und ihren Angehörigen.

In der nächsten Projektphase werden auf Basis dieser Erkenntnisse konkrete Maßnahmen und praxisnahe Instrumente entwickelt, die Fachpersonen in solchen Gesprächen unterstützen sollen. Dies erfolgt weiterhin in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Fachpersonen sowie Patient*innen- und Angehörigenvertreter*innen.

Das Forschungsprojekt „Reden wir drüber“ ist eines von drei Projekten, welches von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft im Rahmen des „Cancer Mission Lab“ gefördert wird. Basis für das Forschungsprojekt ist die EU-Mission „Krebs besiegen“, welche die EU mit dem Ziel, bis ins Jahr 2030 drei Millionen Leben zu retten und die Lebensdauer und -qualität von Betroffenen zu verbessern, ins Leben gerufen hat.

Forschungsprojekt "Reden wir drüber"

v.links: Agnes Mistlberger-Reiner (Verein Open Science), Claudia Wenzel (Meduni Wien), Projektleiterin Christiane Kreyer (UMIT TIROL), Annibelle Call (Meduni Wien), und Laura Ringel (UMIT TIROL) trafen sich am Campus der UMIT TIROL in Hall zum wissenschaftlichen Austausch über das Forschungsprojekt „Reden wir drüber“. Foto: UMIT TIROL/Kern

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