Internationale Expertinnen und Experten für digitale Gesundheitsbildung treffen sich an der UMIT TIROL
Erasmus+-Projekt D-CREDO entwickelt innovative Lernangebote für den verantwortungsvollen Einsatz digitaler Technologien und Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen
Hall in Tirol, 15. Juni 2026 – Die Digitalisierung verändert das Gesundheitswesen nachhaltig. Künstliche Intelligenz, Telehealth-Anwendungen, Gesundheits-Apps und digitale Entscheidungshilfen eröffnen neue Möglichkeiten in Diagnose, Therapie und Betreuung. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die digitalen Kompetenzen von Gesundheitsfachkräften. Sie müssen digitale Werkzeuge sicher anwenden, deren Ergebnisse kritisch bewerten und ihre Grenzen kennen.
Mit diesen Herausforderungen beschäftigt sich das europäische Erasmus+-Projekt D-CREDO (Digital Health Technologies-augmented Clinical Reasoning Education). Mitte Juni trafen sich die internationalen Projektpartner an der Privatuniversität UMIT TIROL in Hall in Tirol, um die nächsten Projektschritte zu planen und neue Lernangebote weiterzuentwickeln.
Ziel des dreijährigen Projekts ist die Entwicklung innovativer, onlinebasierter Lernmodule für Studierende der Medizin, Pflege und weiterer Gesundheitsberufe. Im Mittelpunkt stehen virtuelle Patientenfälle, mit denen Lernende realitätsnahe klinische Situationen bearbeiten und digitale Werkzeuge wie KI-Systeme, Telehealth-Lösungen oder mobile Gesundheitsanwendungen in ihre Entscheidungsprozesse einbeziehen können.
„Digitale Technologien können die Gesundheitsversorgung verbessern. Gleichzeitig müssen Gesundheitsfachkräfte lernen, diese Technologien reflektiert und verantwortungsvoll einzusetzen. D-CREDO verbindet klinisches Denken mit digitalen Kompetenzen und schafft innovative Lernmöglichkeiten für die Ausbildung zukünftiger Gesundheitsberufe“, erklärt Univ.-Prof.in Dr.in Elske Ammenwerth vom Institut für Medizinische Informatik der Privatuniversität UMIT TIROL.
Für die Rektorin der UMIT TIROL, Priv.-Doz.in Dr.in Margit Raich, zeigt D-CREDO beispielhaft, wie Hochschulen gemeinsam tragfähige Lösungen für die digitale Transformation im Gesundheitswesen erarbeiten. „Das Projekt verbindet europaweite Forschung mit praxisnaher Ausbildung und stärkt die Rolle der Privatuniversität UMIT TIROL als aktive Gestalterin dieser Entwicklung“, stellte die Rektorin fest.
Projektpartner sind neben der Privatuniversität UMIT TIROL die Jagiellonen-Universität Krakau, die Instruct gGmbH München, die Bukovinian State Medical University sowie das Erasmus University Medical Center Rotterdam. Das Projekt wird durch das Erasmus+-Programm der Europäischen Union gefördert. Die entwickelten Lernressourcen sollen nach Projektende frei verfügbar sein und Hochschulen in ganz Europa unterstützen.
Die Projektpartner*innen des Erasmus+-Projektes D-CREDO trafen sich an der Privatuniversität UMIT TIROL, um die nächsten Projektschritte zu planen und neue Lernangebote weiterzuentwickeln.
a.o. Univ.-Prof.in Dr.in Danielea Deufert vom Institut für Pflegewissenschaft, Univ.-Prof.in Dr.in Elske Ammenwerth vom Institut für Medizinische Informatik und UMIT TIROL-Rektorin Priv.-Doz.in Dr.in Margit Raich konnten am Universitätscampus in Hall den Leiter des Forschungskonsortiums D-CREDO Prof. Andrzej A. Kononowicz, PhD von der Jagiellonian Universität (Polen) und die europäischen Projektpartner*innen begrüßen.
