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Die Zukunft des Älterwerdens – innovativ, sicher und qualitätsvoll leben

Die Genossenschaft Wohnen im Alter in Südtirol (IT) kümmert sich seit 10 Jahren mit vielen Aktivitäten um die Belange Älterer in dieser ländlich geprägten aber auch dicht besiedelten Provinz. Am 9. Juni 2026 fand eine Tagung der Genossenschaft (gemeinsam mit der Autonomen Provinz Bozen) unter dem Motto „Die Zukunft des Älterwerdens – innovativ, sicher und qualitätsvoll leben" in Bozen statt, zu der Dr. Ines Simbrig vom Institut für Pflegewissenschaft der UMIT TIROL mit einer Präsentation beitrug.

Diese gab zu Beginn der Veranstaltung einen Überblick dazu, wie Technologien, die auf künstlicher Intelligenz (KI) basieren, älteren Menschen helfen können, länger zu Hause zu leben. Dr. Simbrig stellte hierzu die Befunde aus verschiedenen randomisierten kontrollierten Studien vor, die leichte Verbesserungen bei Funktionsfähigkeit, Wohlbefinden oder wahrgenommener Sicherheit in Interventionsgruppen, aber keine klaren Effekte auf Langzeitergebnisse wie Pflegeheimaufnahmen feststellen konnten. Die Daten einer großen österreichischen Befragung im Rahmen des „Wohnmonitor Alter“ aus dem Jahr 2023 zeigen, dass ältere Menschen mit höherem Einkommen, geringerem Alter und mit Alltagsproblemen gegenüber drei Technologien (Smartwatch, Sprachassistent, Staubsaugerroboter) eher aufgeschlossen sind, während z.B. Geschlecht oder subjektive Gesundheit weniger damit zusammenhängen. Dr. Simbrig beschrieb zum Abschluss ausgewählte Technologien, wie Exoskelette, kognitive Unterstützungs‑Apps und Apps zum Management chronischer Erkrankungen, soziale Roboter sowie Chatbots, deren Potential sich in näherer Zukunft im Leben älterer Personen deutlich entfalten könnte.

Es gab viele weitere spannende Präsentationen, unter anderem von Dr. Wolfgang Kratky, Leiter der Stabsstelle Digital Health der geriatrischen Gesundheitszentren Graz und Dr. Angelika Peer, Professorin an der Fakultät für Ingenieurswesen der Freien Universität Bozen und Expertin für Robotik. Praxisbeispiele über KI-basierte Monitoring- und Assistenzsysteme im Betreuten Wohnen der Stadt Meran sowie der Seniorenresidenz Melitta Care (Bozen) wurden ebenso vorgestellt.

So war die Tagung ein gelungener Dialog von Wissenschaft und Praxis, der wichtige Themen, die ältere Menschen betreffen, der lokalen Bevölkerung nähergebracht hat.

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