Legasthenie / Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten

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Legasthenie Therapeut/in

Ausbildung zum akademischen Legasthenie-Therapeuten 
Ausbildung zum akademischen Therapeuten für Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten

Nächste Ausbildung startet im Herbst 2021
 
Kombinierte Vermittlung von diagnostischen und therapeutischen Kompetenzen

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Kinder mit Legasthenie am meisten von einer spezifischen Therapie profitieren, die auf ihre individuellen Bedürfnisse (Stärken und Schwächen) zugeschnitten ist. Das bedeutet, dass der Therapeut vor dem Beginn der Therapie das individuelle Leistungs- und Persönlichkeitsprofil des betreffenden Kindes kennen muss, damit die Therapie tatsächlich an den Kernproblemen ansetzen kann. Auch für die (quantitative und qualitative) Erfassung der Lernfortschritte sind diagnostische Kompetenzen erforderlich. Unsere Legasthenie-Ausbildung fokussiert auf der kombinierten Vermittlung von diagnostischen und therapeutischen Kompetenzen, um eine größtmögliche Effektivität und Nachhaltigkeit der Interventionseffekte gewährleisten zu können.

  • Das Ziel des Universitätslehrganges „Ausbildung zum Akademischen Legasthenie-Therapeuten bzw. Akademischen Therapeuten für Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten“ ist die Qualifizierung der Absolventen für die Arbeit mit Kindern, welche besondere Schwierigkeiten beim Erwerb der Schriftsprache haben.
  • Die Lese- und/oder Rechtschreibstörung ist neben der Rechenstörung eine der häufigsten spezifischen Entwicklungsstörungen im Schulalter und wird in der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD-10) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als eine der umschriebenen Entwicklungsstörungen (F 81.0) angeführt.
  • Synonym für den Begriff „Legasthenie“ wird der Begriff „Lese und Rechtschreibstörung“ verwendet. Die Ausrichtung des Universitätslehrganges setzt gleichwertig auf eine wissenschaftliche Grundausbildung und berufsbezogene Praxisorientierung.
  • In Hinblick auf die Qualitätsstandards orientiert sich die Ausbildung an den Kriterien des Deutschen Bundesverbandes für Legasthenie und Dyskalkulie e.V. (BVL).
  • Zusätzlich stehen die Lehrgangsleiterinnen und Lehrgangsleiter in enger Kooperation mit dem Berufsverband akademischer Legasthenie Therapeuten in Österreich (BALDT).
  • Damit wird einerseits eine breite, empirisch fundierte und umfassende Ausbildung, die dem aktuellen Wissenstand entspricht, angeboten. Andererseits ist eine Anerkennung und Vernetzung im Berufsverband der Akademischen Legasthenie- (und Dyskalkulie-) Therapeuten gewährleistet.
  • Die Qualität einer Ausbildung hängt sehr eng mit der Qualität der Dozenteninnen und Dozenten zusammen. Daher sind wir stolz, viele namhafte und hochqualifizierte Dozentinnen und Dozenten als Vortragende für unseren Ausbildungslehrgang gewinnen zu können.

Das Angebot richtet sich an:

  • Das Angebot richtet sich an interessierte Personen aus verschiedenen Berufsgruppen, die mit Kindern und Jugendlichen mit Legasthenie arbeiten bzw. arbeiten möchten.
  • Personen aus qualifizierten, thematisch nahen Gesundheitsberufen, wie Ärztinnen/Ärzte, Psychologinnen/Psychologen, Logopädinnen/Logopäden und Ergotherapeutinnen/Ergotherapeuten und Personen mit pädagogisch-didaktischer Grundausbildung.
  • Abgeschlossenes Hochschulstudium mit pädagogischer bzw. psychologischer Ausrichtung oder medizinischer Ausrichtung mit psychotherapeutischer oder psychiatrischer Ausbildung
  • Abgeschlossene Lehrerausbildung an einer anerkannten Pädagogischen Fachhochschule
  • Logopäd/inn/en, Ergotherapeut/inn/en
Bewerber/innen, die diese Voraussetzung nicht erfüllen, müssen
  • aus nahe stehenden Berufen kommen,
  • mindestens 2 Jahre Berufserfahrung mit Kindern und Jugendlichen haben
  • und eine persönliche Eignung (z. B. durch besuchte Fortbildungen) nachweisen, können in einem persönlichen Aufnahmegespräch zugelassen werden.
  • Der Universitätslehrgang wird berufsbegleitend angeboten, dauert vier Semester und umfasst 60 ECTS.
  • Die Unterrichtseinheiten finden einmal im Monat jedenfalls an Freitagen 15.30 Uhr bis 18.30 Uhr und Samstagen 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr statt. Dabei besteht Anwesenheitspflicht.
  • Die gesamte Ausbildung (theoretische und praktische Einheiten) endet mit einer kommissionellen Prüfung. Bei dieser werden neben Wissensfragen zu den einzelnen Themenbereichen auch Fragen zu den praktischen Fällen gestellt.
  • Nach Abschluss des Universitätslehrganges wird der Titel "Akademische/r Legasthenie-Therapeut/in" bzw. "Akademische/r Therapeut/in für Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten" vergeben. 
  • Die Qualität einer Ausbildung hängt sehr eng mit der Qualität der Dozenten zusammen. Daher sind wir stolz, viele namhafte und hochqualifizierte Dozenten als Vortragende für unseren Ausbildungslehrgang gewinnen zu können.
  • Die Gebühr für die theoretische Ausbildung, 10 videobasierte Hospitationen und der Supervision beträgt 1.250,- Euro pro Semester (insgesamt vier Semester).

Inhaltlich ist die Ausbildung zum akademischen Legasthenie-Therapeuten in einen theoretischen und einen praktischen Teil untergliedert.

Der Theoretische Teil besteht aus 170 Unterrichtseinheiten, die in neun Themenbereiche unterteilt sind: 

  1. Einführung in die Entwicklungspsychologie und Entwicklungsneuropsychologie
  2. Psychobiologische und neurobiologische Bedingungsfaktoren der Legasthenie
  3. Symptomatik der Legasthenie
  4. Diagnostik und Differentialdiagnostik
  5. Gesetzliche Grundlagen
  6. Therapieplanung
  7. Netzwerkarbeit
  8. Grundkenntnisse der wissenschaftlichen Evaluation von Interventionsmethoden
  9. Systematische Förderung und Behandlung von Legasthenie

Der praktische Teil besteht aus

  • 20 Einheiten Hospitation (davon 10 videobasiert)
  • 50 Einheiten Supervision in Kleingruppen
  • Selbständige Bearbeitung von mind. 3 Fällen zu je 40 Förderstunden

Kontakt

Univ.-Doz. Dr. Silvia Pixner
Leiterin Arbeitsbereich für Lernen u. Lernstörungen

silvia.pixner@umit.at
m +43 (0)664 8372 145
t +43 50-8648-3971

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