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Universitätskurse zum Lerncoaching

Zielgruppe: Lehrer/Innen, Nachhilfelehrer/Innen, Horterzieher/Innen, Psychologen/Innen, Sozialpädagogen/Innen, Logopäden/Innen, Ergotherapeuten/Innen, aber gerne auch Eltern

Umfang: geplant 7 Universitätskurse mit jeweils 2 ECTS (16 UE Präsenz + Portfolio)

Kosten: jeweils 240 € (Frühbucherrabatt 190 €, Frühbucher- und Stornierungsfristen entnehmen Sie den jeweiligen Kursen)

Die Kurse können unabhängig voneinander besucht und gebucht werden

Gruppengröße: max. 35

Anmeldung: HIER KÖNNEN SIE SICH ANMELDEN

Start: Februar 2021, danach folgend alle 2 Monate ein UK

Die Fortbildungsreihe besteht aus 7 Universitätskursen mit verschiedenen Schwerpunkten zum Thema Lerncoaching. Die Inhalte richten sich an alle, die mit Kindern/Jugendlichen lernen wollen oder es bereits im schulischen oder außerschulischen Setting tun. Dazu gehören Lehrer/Innen, Nachhilfelehrer/Innen, Horterzieher/Innen, Sozialpädagogen/Innen, Psychologen/Innen, Logopäden/Inne, Ergotherapeuten/Innen, aber gerne auch Eltern. Es soll eine theoretische Basis zum Thema geschaffen werden, gefolgt von vielen praktischen Tipps zum Umsetzen.

Da uns die Qualität besonders am Herzen liegt, können max. 25 Personen pro Block aufgenommen werden. Eine rege Diskussion und intensive Auseinandersetzung mit den Inhalten ist das Ziel. Aus diesen Gründen besteht auch Anwesenheitspflicht in den Blöcken. Jeder Universitätskurs umfasst 16 Unterrichtseinheiten mit Präsenzunterricht. Die Präsenzzeiten sind jeweils Samstag/Sonntag, damit auch Berufstätige die Möglichkeit haben, an den Kursen berufsbegleitend teilzunehmen. Jeder Universitätskurs schließt mit einer Abschlussprüfung in Form einer vorgegebenen Abschlussarbeit. Dies kann eine Hausarbeit oder schriftliche Reflexion der praktischen Erprobung oder eine Kombination aus beiden, zum Nacharbeiten des Themas sein. Die Teilnehmer/Innen bekommen beim positiven Bestehen zum Abschluss ein Teilnahmezertifikat, auf dem der absolvierte Schwerpunkt ausgewiesen wird. Jeder Universitätskurs aus dieser Reihe umfasst jeweils 2 ECTS. Die jeweiligen Universitätskurse können unabhängig voneinander besucht werden. 

Der erste Universitätskurs startet im Februar 2021. Die Nachfrage weiterer Themenbereiche folgen dann jeweils alle 2 Monate. Bei großer Anfrage können einzelne Blöcke auch wiederholt werden. Die Kosten pro Universitätskurs (16 UE) inkl. Prüfungsgebühr und dem Zertifikat betragen 240 € (Einführungspreis ggf. Frühbucherrabatt 190 €).

27/ 28. Februar 2021 - Univ.- Ass. Verena Dresen MSc., Klinische Psychologin, Legasthenie/Dyskalkulie-Therapeutin (Institut für Psychologie)

Lernen und vor allem Prüfungssituationen werden maßgeblich durch unser emotionales Erleben beeinflusst. Emotionen können direkt, aber auch indirekt (z. B. über die Motivation) auf das Lernen und in weiterer Folge auf den Lernerfolg einwirken. Emotionen stellen mehrdimensionale Konstrukte dar. Dies zu verstehen und beobachten zu können, kann bei der Emotionsregulation behilflich sein. Zahlreiche Studien befassen sich mit dem Einfluss kognitiver Prozesse auf das Lernen und den Lehrerfolg. In diesem Universitätskurs liegt der Fokus auf der emotionalen Verarbeitung und ihrem Einfluss auf das Lernen, dabei wird das Thema nicht nur theoretisch, sondern auch mittels Implikationen für die Praxis diskutiert. Wie kann man Kinder/Jugendliche in emotionalen Situationen Unterstützung anbieten? Wie kann man das Entstehen von negativen Emotionen beim Lernen verhindern bzw. nicht zu stark werden lassen? Das sind Fragestellungen, die uns in diesem Kurs beschäftigen werden. Auch auf Prüfungsangst, ihre Folgen und Vorschläge zur Bewältigung werden behandelt.

Bei der Buchung des Kurses geben Sie bitte den Verwendungszweck Lerncoach 1 an.
Beachten Sie die Möglichkeit des Frühbucherrabatts von 190€, statt 240€, welcher bei einer Anmeldung bis 01. Januar 2021 möglich ist.

Der Kurs kann bis zum 29. Januar 2021 kostenlos storniert werden, nachfolgende Stornierungen können nicht rückvergütet werden. 

17/ 18. April 2021 – Univ.- Ass. Christina Kraut MSc. Dyskalkulie-Therapeutin in Ausbildung (Institut für Psychologie) & Univ.- Doz. Dr. Silvia Pixner Klinische und Gesundheitspsychologin (Institut für Psychologie)

Jeden Tag lernen wir Neues, zum Teil unbewusst, aber auch bewusst. Im schulischen Kontext sind ein bewusster Wissenserwerb und die spätere Anwendung das Ziel. Doch wie lerne ich wirklich am effektivsten und wie kann dieser Prozess unterstützt werden, damit Inhalte längerfristig gespeichert werden? Diese Frage ist oft zentral, denn auch Lernen muss gelernt sein. Eine passende Lernstrategie kann nicht nur den Zeitaufwand verringern, sondern auch das Gelernte effektiver in das bestehende Netzwerk am Wissen eingliedern und dadurch stabiler machen. Dieser Universitätskurs setzt sich fokussiert mit Lernprozessen und deren Optimierung auseinander. Dabei werden neben theoretischen Grundlagen des Wissenserwerbs, Modelle/Arten zu unterschiedlicher Lernstrategien vorgestellt. Darüber hinaus wird die Beziehung zwischen Lernerfolg und den Lernstrategien durch unterschiedliche Faktoren (wie z. B. Motivation) mediiert. Nach der theoretischen Einführung folgt die Erarbeitung und Umsetzung förderlicher Lernstrategien in der Praxis. Zentral werden dabei Aspekte des direkt selbstgesteuerten bzw. bestimmten Lernens durch das Kind und indirekte Fördereinflüsse für effektiveres Lernen durch Eltern und Pädagogen behandelt. Übergreifend werden auch Aspekte der Aufmerksamkeit und motivationale Anteile am Lernprozess betrachtet.

Bei der Buchung des Kurses geben Sie bitte den Verwendungszweck Lerncoach 2 an.
Beachten Sie die Möglichkeit des Frühbucherrabatts von 190€, statt 240€, welcher bei einer Anmeldung bis 19. Februar. 2021 möglich ist.

Der Kurs kann bis zum 19. März 2021 kostenlos storniert werden, nachfolgende Stornierungen können nicht rückvergütet werden.

12/ 13. Juni 2021 – Univ.- Ass. Isabella Kreilinger MSc. Legasthenie-Therapeutin (Institut für Psychologie)

Motivation stellt einen wesentlichen Aspekt für den Lernprozess dar. Unabhängig der Konstellation Kind – Therapeut/In/Pädagogen/Eltern kann die Förderung der Lernmotivation eine große Herausforderung darstellen. Dieser Universitätskurs beschäftigt sich mit der Entwicklung und Förderung motivationaler Merkmale beim Lernen. Dabei wird neben den unterschiedlichen Motivationsformen und -merkmale auch auf die Bedeutung der Motivation für Lernen und Leistung eingegangen. Durch Einbezug des Selbstkonzepts und dessen Wirkmechanismen soll dies eingehender betrachtet und dabei die Entwicklung und Förderung motivationaler Merkmale beim Lernen praxisnah vermittelt werden. Neben der theoretischen Basis werden konkrete motivationale Strategien besprochen, welche zur Förderung und Aufrechterhaltung der Lernmotivation beitragen. Übungen dazu werden anschließend gezielt in Kleingruppen erarbeitet.

Bei der Buchung des Kurses geben Sie bitte den Verwendungszweck Lerncoach 3 an.
Beachten Sie die Möglichkeit des Frühbucherrabatts von 190€, statt 240€, welcher bei einer Anmeldung bis 16. April 2021 möglich ist.

Der Kurs kann bis zum 14. Mai 2021 kostenlos storniert werden, nachfolgende Stornierungen können nicht rückvergütet werden. 

16/ 17. Oktober 2021 - Univ.- Doz. Dr. Silvia Pixner Klinische und Gesundheitspsychologin (Institut für Psychologie)

Lernen, also Aufnehmen und Verarbeiten von neuen Informationen, erfordert sehr viel Aufmerksamkeit und eine gute Strukturierung. Die Aufmerksamkeit auf die geforderte Aufgabe auszurichten und diese dementsprechend lange zu halten, fällt vielen Kindern nicht leicht. Betroffene Kinder machen häufig Flüchtigkeitsfehler oder übersehen Details in Aufgabenstellungen. Zwar bringen alle Kinder eine gewisse Grundfähigkeit um sich zu konzentrieren mit, die Intensität und die Dauer kann jedoch durch Lern- und Reifungsprozesse verbessert werden.  

In diesem Universitätskurs werden die theoretischen Grundlagen zur Entwicklung der Aufmerksamkeit und zur Vielfalt von Aufmerksamkeitsprozessen besprochen und diskutiert. Anhand von Fallbeispielen werden die theoretischen Informationen in die Praxis transferiert. Darauf aufbauend werden evidenzbasierte Fördermaßnahmen und Unterstützungsmöglichkeiten besprochen und in Kleingruppen erarbeitet.

Bei der Buchung des Kurses geben Sie bitte den Verwendungszweck Lerncoach 4 an.
Beachten Sie die Möglichkeit des Frühbucherrabatts von 190€, statt 240€, welcher bei einer Anmeldung bis 20. August 2021 möglich ist.

Der Kurs kann bis zum 17. September 2021 kostenlos storniert werden, nachfolgende Stornierungen können nicht rückvergütet werden. 

11/ 12. Dezember 2021 – Katharina Zaloudek Apple Distinguished Educator (Autismus Zentrum Bruchsal)

Wer beim Lernen digitale Medien einsetzen möchte und dabei noch Unterstützung und Ideen braucht, ist in diesem Universitätskurs richtig. Die allgemeinen Voraussetzungen, wie Lernen am Tablett und PC gelingen kann, werden thematisiert. Weiters werden Digitalität, Empowerment und Inklusion betrachtet. Wie können hier digitale Medien helfen? Im ersten Teil liegt der Fokus auf dem Einsatz im zielgleichen Unterricht und in Hinblick auf die 4 wichtigsten Anforderungen an Lernende in diesem Jahrhundert: Kommunikation, Kollaboration, Kritisches Denken und Kreativität. Unterschiedliche Ansätze wie TEACCH, PECS, AVT und Montessori werden dabei mit einbezogen. Anhand von Praxisbeispielen erleben die Teilnehmer/Innen u.a. virtuelle Realität, künstliche Intelligenz, CODING als Motivation, Unterstützung beim Lernen und Bewältigung des Schulalltages sowie vor allem ganz viel Spaß. Natürlich werden auch viele nützliche Apps vorgestellt. Im zweiten Teil steht unterstützende Kommunikation und das Erlernen der Schlüsselkompetenzen, wie Lesen, Schreiben und Rechnen im Vordergrund. Wie können Kinder mit Autismus, ADHS, grapho-motorischen Problemen beim Lernen durch neue Medien unterstützt werden.

Bei der Buchung des Kurses geben Sie bitte den Verwendungszweck Lerncoach 5 an.
Beachten Sie die Möglichkeit des Frühbucherrabatts von 190€, statt 240€, welcher bei einer Anmeldung bis 15. Oktober 2021 möglich ist.

Der Kurs kann bis zum 12. November 2021 kostenlos storniert werden, nachfolgende Stornierungen können nicht rückvergütet werden.

Geplant: Februar 2022 – Rita Außerlechner Peercoaching Autismus (Institut für Psychologie) & Univ.- Doz. Dr. Silvia Pixner Klinische und Gesundheitspsychologin (Institut für Psychologie)

Rituale helfen uns im Alltag, geben Sicherheit und sollten uns daher beim Lernen immer begleiten. Sie geben einen Rahmen vor, strukturieren, erleichtern den Start und unterstützen das Durchhalten. Rituale und Routinen machen unser Leben einfacher, geordneter und vorhersehbarer. Jeder von uns hat eine Reihe an Ritualen und Routinen in seinem Alltag etabliert. Ob es die Tasse Kaffee oder Tee nach dem Aufstehen ist, die Reihenfolge von Tätigkeiten, die wir immer wieder befolgen oder gewisse Strukturen und Abläufe, die wir in unserem Tag inkludieren. Es sind also wiederkehrende, gleich ablaufende Prozeduren, die Situationen vorhersehbar machen und damit jeden von uns Sicherheit bieten. Dies können wir uns auch beim Lernen zu nütze machen und den Kindern bzw. Jugendlichen durch Rituale und Routinen Sicherheit geben, die Lernsituation vorhersehbarer und übersichtlicher gestalten. Gerade Kinder aus dem Autismus-Spektrum oder auch Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit mit oder ohne Hyperaktivität erleben die Welt um sich herum als chaotisch und nicht einschätzbar. Sie brauchen sehr viel Klarheit und Ordnung, die durch Rituale und Routinen hergestellt werden können. Diese helfen auch bei der räumlichen oder zeitlichen Orientierung sowie der Aufrechterhaltung der Motivation. 

Geplant: April 2022

Die Stärken der eigenen Kinder zu sehen ist schön und macht Eltern stolz. Jede Elternschaft beginnt mit einer mehr oder weniger klaren Vorstellung vom eigenen Kind. In so einer Vorstellung sind Schwierigkeiten, Beeinträchtigungen oder Lernstörungen nicht inkludiert. Niemand ist perfekt und hat neben den persönlichen Stärken auch etliche Schwäche. Der Umgang mit Schwächen fällt allerdings schwer. Ungern setzt man sich mit den eigenen Schwächen oder denen des Kindes auseinander, möchte sie nicht wahrhaben. Dies birgt jedoch Konfliktpotenzial in den Familien. Zusätzlich stehen sich eine starke emotionale Abhängigkeit auf der einen Seite und das Streben nach Autonomie auf der anderen Seite gegenüber und machen die Konfliktsituationen nicht leichter. Die Kommunikation innerhalb der Familie, aber häufig auch außerhalb (Schule, Nachhilfe, Therapie) ist negativ geprägt. Elterncoaching kann diese Dynamiken aufzeigen, hervorkehren nicht nach Schuld zu suchen, sondern nach vorne zu blicken und aus den gegebenen Konstellationen positive Aspekte erkennen und in den Vordergrund zu stellen. Negative Muster sollen durchbrochen werden, um gemeinsam für das Kind und mit dem Kind bzw. Jugendlichen neue Wege gehen zu können. Dieser Universitätskurs gibt Anleitungen, wie man solch ein Elterncoaching durchführen kann, auf welche Aspekte eingegangen werden muss und wie diese in der Praxis umgesetzt werden können.