Universitätskurs Pflegegeldeinstufung: Pflegegeldverfahren & pflegefachliche Beweissicherung
Kompetent beraten. Sicher dokumentieren. Professionell begleiten.
Pflegepersonen und Sozialarbeiter*innen übernehmen eine zentrale Rolle bei der Mitwirkung, Beratung und Antragstellung rund um das Pflegegeld.
Diese verantwortungsvolle Aufgabe erfordert nicht nur Empathie, sondern auch fundiertes Wissen sowie rechtssichere und lückenlose Dokumentation.
Anerkannt als Fortbildung gemäß §63 (GuKG-Novelle 2016).
Diese Fortbildung berechtigt nicht zur Durchführung offizieller Pflegegeldeinstufungen, bietet jedoch eine wertvolle Zusatzqualifikation und stärkt Ihre Kompetenz in einem zunehmend relevanten Aufgabenfeld.
In diesem eintägigen Universitätskurs erwerben Sie praxisorientiertes und fundiertes Fachwissen, methodische Kompetenz sowie rechtliches Verständnis, um den Pflegeaufwand von Patient*innen / Klient*innen / Bewohner*innen nachvollziehbar zu dokumentieren und Pflegegeldverfahren fachlich sicher zu begleiten.
Die Kursinhalte bestehen aus Präsenz- und Übungseinheiten mit Praxisbezug, Fallarbeit und Erfahrungsaustausch.
Grundlagen & Rechtliches
- Grundsätze des Pflegegeldgesetzes
- Anspruchsvoraussetzungen und Abgrenzung zur sonstigen Finanzierung
- Verfahrensschritte vom Antrag bis zum Klagebegehren
Pflegefachliche Kompetenz
- Pflegefachlicher vs. finanzierbarer Pflegeaufwand
- Einstufungskriterien und Erhebung des pflegegeldrelevanten Pflegebedarfs
- Berechnung von Zeitwerten zur Ermittlung der Pflegestufe
Dokumentation & Beweissicherung
- Transparente und nachvollziehbare Dokumentation
- Nachweis zur Beweissicherung im Pflegegeldverfahren
- Pflegegeldeinstufung mit Fallbeispiel
Praxis & Austausch
- Praxisorientierte Fallbesprechungen
- Zeit für Fragen und Austausch aus der Berufspraxis
Lernergebnisse
Wissenskompetenzen
Die Teilnehmenden …
- kennen die rechtlichen Grundlagen des Pflegegeldgesetzes,
- verstehen die Anspruchsvoraussetzungen und können diese von anderen Finanzierungsformen pflegerischer Leistungen abgrenzen,
- kennen die Verfahrensschritte im Pflegegeldverfahren – vom Antrag bis zum Klagebegehren,
- unterscheiden zwischen pflegefachlichem und finanzierbarem Pflegeaufwand,
- kennen die Einstufungskriterien aus der Einstufungsverordnung.
Fertigkeiten
Die Teilnehmenden …
- wenden Zeitwerte zur realistischen Berechnung des Pflegeaufwandes an,
- erstellen eine transparente und nachvollziehbare Dokumentation nach fachlichen und rechtlichen Anforderungen,
- nutzen die Dokumentation gezielt als Nachweis zur Beweissicherung im Pflegegeldverfahren,
- bearbeiten ein Fallbeispiel, um die Pflegegeld-einstufung fachlich zu begründen und kritisch zu reflektieren.
Sozial- und Selbstkompetenzen
Die Teilnehmenden …
- reflektieren eine praxisorientierte Fallbesprechung und übertragen gewonnene Erkenntnisse in den Berufsalltag,
- bringen Fragestellungen aus der eigenen Berufspraxis ein und beteiligen sich aktiv am fachlichen Austausch,
- stärken ihre Beratungskompetenz im Umgang mit Pflegegeldverfahren und Betroffenen im extramuralen Setting.
Pflegepersonen des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege, Pflegefachassisten*innen, Pflegeassisten*innen sowie Sozialarbeiter*innen, die im extramuralen oder intramuralen Bereich tätig sind.
Maximal 20 Personen
16.04.2026 von 9.00 bis 16.30 Uhr (8 Unterrichtseinheiten) in der Tiroler Privatuniversität UMIT TIROL
Gebühren
EUR 205.- pro Person
Jetzt anmelden!
Erweitern Sie Ihr pflegefachliches Know-how für mehr Sicherheit, Transparenz und Qualität in der Pflegegeldberatung.
Lehrperson
Martina Bachler DGKP, gerichtlich beeidete Sachverständige für Gesundheits- und Krankenpflege, Referententätigkeiten, Spezialisierung im Bereich, Pflegegeld, Pflegeplanung, Pflegeberatung, Praxisanleitung
